Ich bin nun schon seit 3 Monaten mit Rotary in Mexiko und habe mich dazu entschlossen ein 'Internettagebuch' anzulegen, das es für Sie leichter macht meinen Austausch mitzuverfolgen und mein Gastland 'mitzuerleben'!
Also hier einmal eine kurze Zusammenfassung der letzten 3 Monate:
Ich bin am 5.August 2009 hier in Culiacán, Sinaloa, Mexiko nach einer 24 Std.-Reise (Übernachtung in einem Hotel eingeschlossen) angekommen und habe sofort erlebt, was das mit der mexikanischen 'Pünktlichkeit' und dem mexikanischen 'Zeitmanagment' auf sich hat; meine Gastfamilie war nicht am Flughafen. Stattdessen, wurde ich von einer anderen Gastfamilie mitgenommen und zu meiner Gastfamilie gefahren. Seit dem habe ich viel mit meiner Gastfamilie erlebt und mehr schlechte als gute Erfahrungen mit Ihnen gehabt, was darauf hinauslief, dass ich vorzeitig meine Gastfamilie gewechselt habe. (Mit Rotary wechselt man im Jahr 3-4 mal in eine andere Gastfamilie, um soviele Eindrücke wie möglich zu bekommen und weil man nicht an einer Familie das Land ausmachen kann.) Doch in der Zeit die ich ohne meine erste Gastfamilie verbracht habe, war beeindruckend und erlebnisreich. Ich habe in den ersten 3 Monaten so viel über Mexiko gelernt, dass ich abends fast immer hundemüde in mein Bett geplumst bin und sofort im Land der Träume war. Mexiko und die Menschen hier sind von Grund auf anders als alles, was ich bisher erlebt habe, das fängt schon bei der Sprache an: Spanisch. Hier ist die Spanne zwischen arm und reich sehr groß, und arm heißt dann auch; eine 8-köpfige Familie in einem Papp-/Blechhäuschen mit zwei Räumen. Kinder von 9 Jahren gehen schon im Supermarkt oder auch auf der Straße arbeiten und versuchen Geld für Ihre Familie zu verdienen anstatt, wie bei uns, in die Schule zu gehen und Hunde laufen hier frei herum und man sieht jede Woche einen neuen toten Hund auf der Fahrbahn. Die reichen Menschen dagegen wohnen in seperaten Vierteln, von dem eines wie eine eigene kleine Stadt ist, und derren Kinder gehen auf die besten Schulen. Allerdings sind die Menschen viel fröhlicher, lächeln mehr und freundlicher, sind hilfsbereit und leben ihr Leben, ohne sich groß zu beklagen. Jeder lebt mit dem was er hat und macht das beste daraus. Hier in der Stadt findet man jeden Tag irgendwo eine Party die aus einem einfachen Zusammentreffen von Freunden enstanden ist. die Mexikaner beklagen sich nicht viel und wenn dann mal etwas schiefläuft, wird laut geflucht, sich dann wieder bei Gott entschuldigt und man versucht es von vorne. Die Menschen hier sind katholisches, teilweise sehr streng erzogen. Die meisten Familien gehen jeden Sonntag in die Kirche, und danach wird mit der ganzen Familie gegessen. Wenn ich ganze Familie sage meine ich wirklich die ganze Familie: Tanten, Onkel, Omas, Opas, Neffe, Tochter usw.. Die Familien hier sind sehr groß, weil jede Familie meistens um die 4-6 Kinder hat. Familie und Freunde werden hier in Mexiko an erster Stelle geschrieben und jeder hält für jeden die Hand ins Feuer. Ich bin bis jetzt sehr beeindruckt von Mexiko und ich liebe es hier zu leben und meine Erfahrungen mit all meinen Freunden und Gastfamilien zu machen.
Zur Zeit, lebe ich bei der Gastfamilie meiner besten Freundin hier ,die aus den Niederlanden kommt, und bekomme nächste Woche meine neue Gastfamilie.